Eine muntere Truppe von 15 Jungen und Mädchen der Schulbetreuung Kefenrod besuchte kürzlich den Naturkundlichen Ausstellungsraum der NABU-Gruppe Bindsachsen. Unter der Leitung ihrer beiden Betreuerinnen Sabrina Reich und Margita Kaufmann stellte ihnen Alfred Leiß einige ausgewählte Exemplare der inzwischen über 500 Vogel- und Kleinsäugerpräparate vor, die es dort zu bewundern gibt.
„Nach einem ersten kurzen Rundgang, auf den ich alle Besucherinnen und Besucher schicke, fallen mir immer die großen staunenden und fragenden Augen auf. Das war auch hier wieder der Fall“, berichtete der ehemalige Pädagoge. Aber – das sei vorweggenommen – alle Fragen der Kinder konnten zufriedenstellend erläutert werden.
Und die Bandbreite der Neugierde war erstaunlich groß und bezog sich nicht nur auf die Vogelpräparate. Wer hätte gedacht, dass es früher Hemdenknöpfe aus den Schalen von Muscheln aus den heimischen Bächen gab? Und dass es versteintes Holz gibt? Das war ganz schön schwer, als es in der Runde von Hand zu Hand weitergegeben wurde! Auch ein Holzstück eines Urwaldriesen der im Steinbruch in Rinderbügen unter einer 40 Meter hohen Basaltwand gefunden wurde und mehrere Millionen Jahre alt ist, löste ungläubiges Staunen aus. Was könnte dieses seltene Exemplar der Zeitgeschichte von der vulkanischen Vergangenheit des Vogelsbergs alles erzählen!
Ein Baumstumpf, an dem man in das Innere einer aufgeklappten Spechthöhle schauen kann, ein Biber, der auf der Bauchseite auf der Größe eines Daumennagels die unglaubliche Anzahl von 23.000 Haaren hat, waren weitere Höhepunkte, die die kindliche Neugierde in Anspruch nahmen.
Nach einer angemessenen Trink- und Esspause stellte Alfred Leiß den jungen Gästen, die sich absolut vorbildlich verhalten hatten, noch eine weiße Amsel und einen Albino-Maulwurf vor, zwei sehr seltene Präparationen. Besonders vom Maulwurf weiß man nicht allzu viel, weil er unter der Erde lebt und auch unter der Erde stirbt. Wie alt er wird und warum er schließlich sterben muss, kann man aber erfahren, wenn man die außergewöhnliche Naturkundliche Ausstellung der NABU-Gruppe selbst besucht.