Di@Lotsen ziehen Jahresbilanz | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Rund 1.000 Stunden für mehr digitale Sicherheit

Di@Lotsen ziehen Jahresbilanz

Was mit der Idee begann, Menschen in der östlichen Wetterau unkompliziert und wohnortnah bei Fragen rund um Smartphone, Tablet und Computer zu unterstützen, hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem stark nachgefragten Angebot entwickelt. Die 10 Di@Lotsen des gemeinsamen „Di@Lotsen-Stützpunkt Kefenrod, Hirzenhain und Gedern“ ziehen Bilanz – und die kann sich sehen lassen. Seit dem Start haben die inzwischen zehn ehrenamtlichen Di@Lotsen gemeinsam rund 1.000 Beratungs- und Schulungsstunden geleistet. Dahinter stehen zahlreiche persönliche Gespräche, offene Techniksprechstunden, Kurse und Informationsveranstaltungen. „1.000 Stunden sind schon eine beachtliche Zahl. Dahinterstehen aber vor allem viele Menschen, die mit ihren ganz unterschiedlichen Fragen zu uns gekommen sind“, sagt Christel Cordes, Di@Lotsen-Stützpunktleiterin und 1. Vorsitzende des Fördervereins Kefenrod e. V. Dabei gehe es nicht nur darum, technische Probleme zu lösen. Ziel sei es vielmehr, Menschen Sicherheit und Selbstständigkeit im Umgang mit der zunehmend digitalen Alltagswelt zu vermitteln. „Wir möchten möglichst verständlich erklären, was wir machen und warum. Am schönsten ist es, wenn jemand anschließend sagt: Jetzt habe ich es verstanden und kann es beim nächsten Mal selbst.“

Gerade die Zusammenarbeit innerhalb des zehnköpfigen Teams habe sich dabei bewährt. Die Di@Lotsen bringen unterschiedliche Kenntnisse und Erfahrungen mit und ergänzen sich gegenseitig. Ob Smartphone, Tablet, Computer, Apps, Sicherheit im Internet oder Betriebssysteme – gemeinsam können viele unterschiedliche Fragestellungen abgedeckt werden. „Niemand von uns kann alles, und das muss auch niemand“, sagt Cordes. „Der eine kennt sich bei einem bestimmten Thema besonders gut aus, der andere hat seine Stärken auf einem anderen Gebiet. Wir tauschen uns aus und lernen auch voneinander. Genau diese Zusammenarbeit macht unser Team aus.“ Die rund 1.000 geleisteten Stunden seien deshalb vor allem eine Gemeinschaftsleistung der zehn ehrenamtlichen Di@Lotsen. Unterstützt wird die Arbeit vor Ort durch den Förderverein Kefenrod e. V. Zugleich ist der Stützpunkt Teil des vom Land Hessen unterstützten Projektes „Digital im Alter – Di@Lotsen“. Das gemeinsame Ziel: insbesondere ältere Menschen dabei zu unterstützen, digitale Möglichkeiten kennenzulernen und sie sicher und selbstbestimmt nutzen zu können. Denn Digitalisierung betrifft inzwischen nahezu alle Lebensbereiche – von der Kommunikation über Terminvereinbarungen und Fahrkarten bis hin zu Behördenangelegenheiten. „Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder automatisch weiß, wie etwas funktioniert, nur weil es heute digital angeboten wird“, so Cordes. „Und bei uns gibt es keine Frage, für die man sich schämen müsste.“

Dass der Informationsbedarf groß ist, zeigt sich auch an der Resonanz auf die Veranstaltungen. Besonders deutlich wurde dies bei der jüngsten Informationsveranstaltung zur Ablösung beziehungsweise Verlängerung von Windows 10: Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, um sich über die anstehenden Veränderungen und mögliche Alternativen zu informieren. Viele Fragen konnten dabei geklärt und Unsicherheiten ausgeräumt werden. „Mit einer so großen Resonanz hatten wir nicht unbedingt gerechnet“, berichtet Cordes. Gerade bei Veränderungen von Betriebssystemen oder anderen technischen Neuerungen seien viele Menschen unsicher, was dies konkret für sie und ihre Geräte bedeute. Die Di@Lotsen sehen ihre Aufgabe deshalb darin, technische Entwicklungen verständlich zu erklären und verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen. „Wir wollen niemandem vorschreiben, welche Lösung er wählen soll. Wir informieren, erklären die Möglichkeiten und beantworten Fragen. Entscheiden kann danach jeder selbst, was für ihn und seinen Alltag sinnvoll ist.“ Auch die monatlichen offenen Sprechstunden in Kefenrod, Hirzenhain und Gedern werden weiterhin angeboten. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich. Ratsuchende können mit ihrem eigenen Gerät und ihren ganz persönlichen Fragen vorbeikommen.

Mit der Jahresbilanz ist die Arbeit der Di@Lotsen keineswegs abgeschlossen. Im Gegenteil: Bereits in den kommenden Wochen stehen zahlreiche weitere Termine und Veranstaltungen auf dem Programm.

Auch die offenen Sprechstunden in Kefenrod, Merkenfritz und Gedern werden regelmäßig fortgesetzt. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich. Ratsuchende können mit ihrem eigenen Gerät und ihren ganz persönlichen Fragen vorbeikommen. Die Di@Lotsen bieten ihre Sprechstunden jeweils am ersten Mittwoch im Monat in Kefenrod in der Begegnungsstätte, am ersten Donnerstag im Monat im DGH Merkenfritz und am ersten Freitag im Monat in Gedern in der Evangelischen Kirchengemeinde an. Damit gibt es in allen drei beteiligten Kommunen jeden Monat eine feste Anlaufstelle für Fragen rund um Smartphone, Tablet und Computer.

Ein weiteres wichtiges Thema folgt am 10. Oktober von 14 bis 15.30 Uhr in der Begegnungsstätte Kefenrod. Unter der Überschrift „Digitaler Nachlass – Was bleibt von mir? Wer kümmert sich darum?“ informieren die Di@Lotsen darüber, was mit E-Mail-Konten, Passwörtern, Smartphones, Fotos, sozialen Netzwerken, Online-Konten und anderen digitalen Daten geschieht, wenn man sich selbst nicht mehr darum kümmern kann. Für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Ebenfalls im Oktober startet der Kurs „Das Smartphone als Alltagshelfer – praktische Tipps und Tricks“. Die vier Termine finden am 12., 15., 19. und 21. Oktober jeweils von 16 bis 18.30 Uhr in der Begegnungsstätte Kefenrod statt. Und auch im November geht es weiter: Neben den regelmäßigen Sprechstunden steht am 7. November von 14 bis 15.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema „Apps – Einrichtung und Nutzung“ auf dem Programm. Die Themen kommen dabei nicht von ungefähr. „Wir erleben in unseren Sprechstunden sehr unmittelbar, was die Menschen gerade beschäftigt und wo Unsicherheiten bestehen“, erklärt Cordes. „Daraus entstehen auch immer wieder Ideen für unsere Informationsveranstaltungen und Kurse.“ Deshalb lohnt sich auch künftig ein Blick auf die aktuellen Termine des Stützpunktes.

Nach rund 1.000 Beratungs- und Schulungsstunden fällt die Bilanz für die Di@Lotsen deshalb positiv aus – als Abschluss verstanden wissen möchte Cordes sie allerdings nicht. „Die 1.000 Stunden zeigen uns vor allem, dass das Angebot gebraucht wird. Und solange Menschen mit ihren Fragen zu uns kommen, werden wir versuchen, sie dabei zu unterstützen.“ Die persönliche, verständliche und wohnortnahe Hilfe soll deshalb auch künftig im Mittelpunkt stehen. Oder, wie es bei den Di@Lotsen heißt: „Nicht verzagen, die Di@Lotsen fragen.“

Alle Angebote der ehrenamtlichen Di@Lotsen sind kostenfrei.

Aktuelle Termine, Informationen zu Veranstaltungen, Veranstaltungsorte und Hinweise zur Anmeldung finden Interessierte unter: www.dialotsen-wetterau-ost.de

Bildunterschrift: Großes Interesse an digitalen Themen: Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die jüngste Informationsveranstaltung der Di@Lotsen Wetterau-Ost zum Thema Windows 10. Seit dem Start haben die zehn ehrenamtlichen Di@Lotsen gemeinsam rund 1.000 Beratungs- und Schulungsstunden geleistet.